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Divertikulose

Was ist eine Divertikulose?


Was ist eine Divertikulose - Ausstülpungen des DickdarmsBei einer Divertikulose stülpt sich die Darmwand nach außen aus. Die Ausstülpungen, die so genannten Divertikel, treten sowohl im Dünn- als auch im Dickdarm auf. Befinden sich mehrere Divertikel nebeneinander, nennen Mediziner dies Divertikulose. Am häufigsten treten Divertikel in den „hinteren" Abschnitten des Dickdarmes auf: In 90 bis 95% der Fälle entstehen sie im Sigma (Colon sigmoideum). Die Divertikel können in allen Abschnitten des Dünn- und Dickdarmes außer im Mastdarm (Rektum) vorkommen. Die Krankheit an sich ist harmlos. Die Divertikel können sich jedoch entzünden (Divertikulitis) oder bluten und zu schweren Komplikationen führen.

Bei den meisten Divertikeln handelt es sich um so genannte Pseudodivertikel oder „falsche" Divertikel: Dabei stülpt sich nicht die ganze Darmwand, sondern nur die Schleimhaut durch die Muskelschicht nach außen. Dies geschieht häufig an Stellen, an denen Blutgefäße durch die Darmwand hindurch treten, die die Darmschleimhaut mit Blut versorgen. Viel seltener sind „echte" Divertikel, bei denen sich auch die Muskelschicht mit nach außen wölbt. Im Dünndarm kommen vor allem falsche Divertikel vor, im Dickdarm mehr echte Divertikel (z.B. Meckel-Divertikel).

Die Divertikulose ist eine der häufigsten Erkrankungen älterer Menschen in den Industrieländern. Die Gefahr zu erkranken steigt mit dem Alter: Menschen unter 40 Jahren bekommen selten Divertikel. Mit 60 Jahren haben etwa 30% der Menschen Divertikel in ihrem Darm, mit 85 Jahren sogar 65%.

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