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Typ-2-Diabetes

Untersuchungen & Diagnose


Ob Diabetes vorliegt, kann der Internist anhand der Werte verschiedener Stoffe im Blut erkennen. Der wichtigste Messwert, mit dem der Arzt die mittlere Blutzuckerlage überprüfen kann, ist das Hämoglobin A1c(HbA1c). Die HbA1c-Messung ist vor allem bei Menschen mit bekanntem Diabetes zur Beurteilung des Behandlungserfolges wichtig (Langzeit-Blutzuckerwert)

Darüber hinaus überprüft der Arzt, ob der Patient unter Begleit- oder Folgeerkrankungen leidet. Deshalb kontrolliert er den arteriellen Blutdruck und misst die verschiedenen Arten des Cholesterins sowie die Blutfettwerte (Triglyzeride), um Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörung frühzeitig erkennen zu können. Außerdem untersucht er, ob bereits diabetestypische Organschäden an Augen, Niere, Nervensystem oder Blutgefäßen aufgetreten sind.

Übersicht:

Bestimmung des Blutzuckers

Diabetes lässt sich durch wiederholte Messungen der Zuckerwerte im Blut feststellen (z. B. Bluttropfen aus der Fingerkuppe oder im Blut aus einer Vene). Dabei gelten unterschiedliche Grenzwerte, je nachdem ob der Blutzucker in Blutkapillaren oder in einer Vene gemessen wurde und ob sich der Wert auf Vollblut oder Blutplasma bezieht.

Ein Typ-2-Diabetes liegt vor, wenn die Zuckerwerte im venösen Plasma bei einem Patienten mit typischen Krankheitszeichen, wie z. B. gesteigertem Durst oder Gewichtsverlust,

  • im nüchternen Zustand höher als 125 mg% oder
  • im nicht-nüchternen Zustand höher als 200 mg% liegen.

Bei einem Patienten ohne auffällige Diabetessymptome müssen diese Grenzwerte an 2 verschiedenen Tagen überschritten sein oder der orale Glukosetoleranztest muss einen 2-Stunden-Glukosewert von über 200 mg% ergeben. Dieser Test wird meist dann eingesetzt, wenn sich die Blutzuckerwerte im Grenzbereich zwischen Normalwert und einer eindeutigen Erhöhung befinden. Mit seiner Hilfe kann der Internist entscheiden, ob der Patient eine normale oder krankhafte Glukosetoleranz oder bereits Diabetes aufweist.

 

Bestimmung des Hämoglobin A1c-Wertes

Der HbA1c-Wert reflektiert die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration innerhalb der letzten 2 Monate. Je mehr Zucker im Blut gelöst ist, desto höher ist auch der Anteil von Hämoglobin A1c. Dieser Anteil wird vom HbA1c-Wert in Prozent angegeben und beträgt bei Gesunden in der Regel unter 6%. Diabetes-Patienten sollten weniger als 6,5% zumindest aber weniger als 7,0% HbA1c aufweisen, ansonsten muss die Therapie gesteigert werden. Allerdings reagiert der HbA1c-Wert nur auf hohe Blutzuckerwerte, so dass frühe Diabetesphasen damit nicht erfasst werden.

 

Bestimmung des Zuckers im Urin


Zur Früherkennung dienen häufig einfache Urin-Teststäbchen, die die Patienten selbst anwenden können. Die typische Verfärbung tritt auf, wenn der überschüssige Blutzucker über die Niere in den Urin abgegeben wird. Da Zucker im Urin jedoch erst ab einem Blutzuckerwert von 160-180 mg% nachweisbar ist, können bereits erhebliche Folgeschäden entstanden sein, bis der Diabetes erkannt wird. Im Alter oder bei diabetischer Nierenschädigung steigt diese Schwelle noch weiter an.

Umgekehrt kann der Urin auch Glukose enthalten, obwohl der Blutzuckergehalt normal ist: Ist die Funktion der Niere gestört, kann sie Zucker nicht mehr aus dem Urin zurückgewinnen (renale Glukosurie). Teststäbchen, die den Zuckergehalt im Urin messen, sind deshalb ungeeignet für die Früherkennung von Diabetes.

 

Bestimmung des Eiweiß im Urin


Bei einer diabetesbedingten Schädigung der Niere verliert die Niere teilweise ihre Filterfunktion. Dadurch können Eiweiße, wie z. B. Albumin, aus dem Blut in den Harn gelangen und dort gemessen werden. Da Albumin auch bei Gesunden im Urin vorkommt, gelten erst Werte über 20 Milligramm pro Liter Urin als Anzeichen für eine diabetische Nierenerkrankung.

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