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Metabolisches Syndrom

Was ist ein Metabolisches Syndrom?


Was ist ein Metabolisches SyndromDas Metabolische Syndrom ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Krankheiten und Risikofaktoren für Herz-/Kreislauferkrankungen. Der griechische Begriff „metabolisch" bedeutet so viel wie stoffwechselbedingt. Von einem Syndrom spricht man, wenn verschiedene Symptome zur gleichen Zeit auftreten (= Symptomkomplex), von denen jedes aber eine unterschiedliche Ursache haben kann. Folgende Symptome bzw. Krankheitsbilder treten beim Metabolischen Syndrom meist gemeinsam auf:

Weniger gut bekannt ist, dass gleichzeitig auch oft folgende Abnormalitäten vorliegen:

  • erhöhte Harnsäure
  • niedriggradige Entzündung
  • verstärkte Blutgerinnung
  • endotheliale Dysfunktion

Da die Krankheitszeichen meist als Auswirkung eines modernen Lebensstils mit wenig körperlicher Bewegung und Überernährung entstehen, spricht man von Wohlstandskrankheiten. Manchmal werden auch die Bezeichnungen Syndrom X oder Reaven-Syndrom verwendet. Wegen der erhöhten Sterblichkeit der Betroffenen nennt man die am Metabolischen Syndrom beteiligten Faktoren auch „Tödliches Quartett".

Jedes der 4 Symptome bzw. Krankheitsbilder des Metabolischen Syndroms kann die Blutgefäße schädigen und das Risiko für Herz-/Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Da beim Metabolischen Syndrom mehrere dieser gefäßschädigenden Faktoren gleichzeitig auftreten, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch einmal.

In Deutschland leiden etwa 25% der Bevölkerung an einem Metabolischen Syndrom, Tendenz steigend. Hinzu kommt noch eine Dunkelziffer nicht erkannter Fälle. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Am häufigsten entwickeln über 60-Jährige ein Metabolisches Syndrom, aber auch eine steigende Zahl von Kindern und Jugendlichen leidet unter der Erkrankung.

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