Helicobacter-Infektion: Ansteckung & Symptome

Ursachen & Ansteckung

Wie Helicobacter in den Magen gelangt, ist noch nicht im Einzelnen bekannt. Vermutlich wird er durch den Genuss von mit Fäkalien verunreinigten Lebensmitteln oder Wasser übertragen. Ob er sich auch von Mund-zu-Mund oder durch Kontakt mit infiziertem Erbrochenem verbreiten kann, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.

Risikofaktoren für eine Infektion sind eine angeborene Störung der Immunabwehr im Darm, Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss sowie Stress. Auch verschiedene Medikamente, wie z. B. Azetylsalicylsäure und nichtsteroidale Antirheumatika, erhöhen die Gefahr, dass sich Helicobacter im Magen ansiedelt.

Symptome & Komplikationen

Die meisten Menschen mit einer Helicobacter-Infektion haben keine Krankheitszeichen. Wenn Symptome auftreten, sind es Schmerzen im Oberbauch und Verdauungsstörungen. Ein Helicobacter-Befall verursacht fast immer eine Entzündung entweder von Teilen oder der gesamten Magenschleimhaut (Typ-B-Gastritis), bei 10% der Infizierten bilden sich Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre. Der Erreger ist die Hauptursache für diese Geschwüre: Bei etwa 90% der Patienten lässt sich Helicobacter pylori im Geschwür nachweisen.

Experte: Wiss. Beratung & Ausarbeitung: Dr. Martin Strauch, Neubiberg

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern; Meyer, J. et al. (Hrsg.); Elsevier 5/2017
02/2016 S2k-Leitlinie: Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit: https://www.dgvs.de/wissen-kompakt/leitlinien/leitlinien-der-dgvs/helicobacter-pylori/

Letzte Aktualisierung: 18.08.2017

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