
Nierenschwäche (chronisch)
Schwangerschaft & Nierenschwäche
Bei einer chronischen Nierenschwäche kommt es häufiger zu Frühgeburten, Absterben des Kindes im Mutterleib oder einer Mangelgeburt. Komplikationen bei der Mutter können unter anderem Blutungen, Gerinnungsstörungen, Bluthochdruck sein. Das Risiko ist jedoch individuell unterschiedlich. Schwangere mit Nierenerkrankungen müssen deshalb intensiv von erfahrenen Ärzten betreut werden.
Ist der Kreatinin-Wert im Blut deutlich erhöht, kommt selten ein lebensfähiges Kind zur Welt. Bei normalem Kreatinin ist eine Schwangerschaft umso problematischer, je höher die Eiweißmenge im Urin ist. Bei etwa 5-10% der Erstgebärenden ist gegen Ende der Schwangerschaft das Urin-Eiweiß erhöht. Eine Kombination aus vermehrtem Urin-Eiweiß, erhöhtem Blutdruck und Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) wird als Gestose bezeichnet.
Wassereinlagerungen sind normal und können in jeder Schwangerschaft auftreten. Dies erklärt einen großen Teil der Gewichtszunahme. Nach der Entbindung wird diese Flüssigkeit wieder ausgeschieden und die Mutter verliert dadurch das zusätzliche Körpergewicht. Manchmal sammeln sich aber stärkere Ödeme an. Diese sind störend aber ungefährlich, solange im Urin kein Eiweiß ist und der Blutdruck normal bleibt. In diesem Fall kann der Arzt die Wassereinlagerungen mit Beinhochlagerung, weniger Kochsalzverbrauch und Stützstrümpfen behandeln. Harntreibende Medikamente (Diuretika) sollten dagegen während einer Schwangerschaft nicht gegeben werden, da sie die Durchblutung des Mutterkuchens bremsen können.
Zum Thema
- Was ist eine chronische Nierenschwäche?
- Ursachen & Risikofaktoren
- Erste Anzeichen
- Symptome der chronischen Nierenschwäche
- Auswirkungen & Komplikationen
- Schwangerschaft & Nierenschwäche
- Untersuchungen & Diagnose
- Behandlung von chronischer Nierenschwäche
- Verlauf & Prognose
- Vorsorge & Schutz
- Tipps für Nieren-Patienten
- Wichtige Adressen
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